Molière/ Peter Leu
Spott und Witz über die Ärztekunst des 17. Jahrhunderts. Der von tausend eingebildeten Krankheiten geplagte Argan wird vom Arzt und dem Apotheker nach Noten ausgebeutet. Seine zweite Frau, lebenslustig und mit andern Plänen, wartet bloss auf den Tod ihres Gatten und dessen Erbgut. Argan wiederum versucht, seine Tochter an den Sohn seines Hausarztes zu verheiraten, um sich auf diese Weise eine lebenslange ärztliche Betreuung im Kreis seiner Familie zu sichern. Doch das Mädchen ist in einen andern jungen Mann verliebt. Dank dem geschickten Agieren von Dienstmädchen Toinette und der Intervention des Bruders des „Kranken“ kommt die Sache dennoch ins richtige Gleis. Als Argan auf Veranlassung Toinettes sich totstellt, macht seine Frau aus ihrer Freude keinen Hehl, während die Tochter ihren Vater aufrichtig beweint. Argan erteilt den Liebenden den väterlichen Segen.