Kurt Hutterli
Die Biografie des berühmten Aargauer Gauners Bernhart Matter
„In den Köpfen der Lebenden herumspuken ist die Art von Unsterblichkeit, die einem Geköpften bleibt, der zu Lebzeiten als Gauner umgegangen ist“(Hutterli). In der Tat hätte Matter 1854 nicht auf der Richtstätte in Lenzburg geendet, er wäre kaum in unsere Zeit überliefert worden. Sein ungewöhnlicher Tod machte ihn unsterblich. Matter, 1821 geboren, zeichnete sich schon in seiner Jugend durch kleine Diebstähle und Schulschwänzen aus. Einbrüchen folgten die Verhaftung und immer wieder Ausbrüche. Ziele seiner Taten waren die Güter der Wohlhabenden, der kleine Mann hatte nichts zu befürchten. Seine Aktionen waren eine Art „Reichtumssteuer“, wodurch er bei den Armen auf Sympathie stiess. Die Ausbrüche aus dem Gefängnis gaben die Behörden der Lächerlichkeit preis. Matter musste sterben, um damit ein Exempel für die Aufrechterhaltung der staatlichen Autorität und gegen die sinkende Moral zu statuieren.