Markus Köbeli

„Die Schweiz verkommt zum Disneyland“ (Zitat des Gender Soziologieprofessors Bernard Crettaz). Gemeint ist der Verlust der Eigenart und Identität, die Anpassung an die Fremden und das Zurschaustellen alter Traditionen – Kernthema des Stücks. Und was dann folgt: Der wirtschaftliche Aufschwung, gekoppelt mit dem moralischen Niedergang.

Die Stimmung in der Stube des ärmlichen Heimetlis der Familie Holzer ist gereizt, es knistert, kracht im Gebälk. Arbeitsplatzverlust und die damit zusammenhängenden Probleme drücken aufs Gemüt. Doch die Familie ist innovativ. Sie gewährt den Touristen Einblick in die Stube und damit in eine vermeintlich heile Welt, gegen Bezahlung. Daher „Peepshow“. Dass dabei nicht nur die Touristen, sondern auch die Theaterbesucher ein bisschen zu Voyeuren werden, versteht sich.