nach einer Fabel von La Fontaine/  Hans Stalder

Fabeln sind Geschichten, in denen Tiere nach menschlichen Gefühlen empfinden, sprechen und handeln. Eine moralische Lehre steht am Ende der Fabel. Bei den Fabelschreibern war geistiger Diebstahl erlaubt, ja sogar geboten. Sie übernahmen die Gedanken früherer Dichter und formten sie inhaltlich und sprachlich um. La Fontaine (1621 – 1695) war ein Meister in diesem Fach. Aber auch Goethe, Gellert und Lessing schrieben Fabeln neu.